Perspektive: 'Mangel' ist ein Verb
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FromThe Supply Desk
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Dies ist ein Meinungsbeitrag: unsere Sichtweise, klar gekennzeichnet.
Das Wort 'Mangel' klingt wie Wetter – etwas, das einem einfach passiert. Wer genug Gerätekammern gesehen hat, bekommt ein anderes Bild. Das Ultraschallgerät existiert; es steht drei Räume weiter, außer Betrieb, weil das Handbuch fehlt. Die Ersatzteile existieren; sie sind in einem Container, der beim falschen Empfänger durch den Zoll ging. Das Fachwissen existiert; es ist letzten Frühling nach Florida in den Ruhestand gegangen und niemand hat die Telefonnummer behalten.
Vieles, was wir Mangel nennen, ist in Wirklichkeit Trennung – zwischen Geräten und Dokumentation, zwischen Problemen und den Menschen, die sie gelöst haben, zwischen Angebot und der Information, wer es braucht. Trennung ist kein Wetter. Trennung ist Logistik, und Logistik kann von ganz normalen Menschen gelöst werden, die sich entscheiden, Dinge zu verbinden.
Das heißt nicht, dass es keinen echten Mangel gibt. Budgets sind hart und manches fehlt tatsächlich. Aber es ist ein Hinweis, wo man zuerst ansetzen sollte: Bevor Sie für neue Ressourcen kämpfen, schließen Sie die Lücken. Das günstigste Gerät, das Sie je 'anschaffen', ist das, das Sie bereits besitzen – wenn Sie es wieder mit dem verbinden, was es zum Laufen braucht.
Mangel ist ein Verb. Irgendjemand, irgendwo, verursacht ihn – meist unbewusst, meist behebbar. Netzwerke existieren, um das Gegenteil zu bewirken.
