Geräte ehrenvoll außer Dienst stellen (und diszipliniert ausschlachten)
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FromThe Bench
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Nicht jedes Gerät sollte gerettet werden, und zu wissen, wann Schluss ist, gehört genauso zum Handwerk wie das Reparieren. Ein Gerät wird ausgemustert, wenn es nicht mehr nachweislich sicher gemacht werden kann, wenn seine Verbrauchsmaterialien nicht mehr erhältlich sind oder wenn die Kosten für den Weiterbetrieb seinen klinischen Wert übersteigen.
Die Ausmusterung sollte eine bewusste Entscheidung sein, kein schleichender Prozess. Die schleichende Variante – bei der ein Gerät jahrelang einen Flur blockiert und im Notfall doch wieder genutzt wird – ist der Weg, wie unsichere Geräte zu Patienten zurückkehren. Eine klare Kennzeichnung, eine dokumentierte Entscheidung und die physische Trennung vom aktiven Bestand schließen diese Tür.
Dann folgt das ehrenvolle Nachleben: das Ausschlachten von Ersatzteilen. Platinen, Ventile, Sensoren, Displays, Knöpfe, Rollen, Kabel – ein ausgemustertes Schwestermodell ist oft der beste Ersatzteillieferant eines Krankenhauses, besonders bei abgekündigten Modellen. Schlachten Sie systematisch aus: Beschriften Sie entnommene Teile, notieren Sie, was geprüft ist und was nicht, und lagern Sie Ersatzteile auffindbar.
Eine Disziplin jedoch: Ausgeschlachtete sicherheitsrelevante Komponenten verdienen vor dem Wiedereinbau in ein klinisches Gerät die gleiche Prüfung wie gekaufte Teile.
Ein Gerät, das ein Jahrzehnt lang diente und dann mit seinen Ersatzteilen fünf weitere am Leben erhielt, hatte ein gutes Leben. Es gibt schlechtere Vorbilder für uns alle.
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